Stuttgart, 17. Juni 2026: Im IHK-Haus an der Jägerstraße 30 trafen sich mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum ersten Asien-Pazifik Summit Baden-Württemberg. Veranstalter waren das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg und die IHK Region Stuttgart. Das Programm lief von 9:30 bis 15:00 Uhr. Der Summit markiert den Auftakt einer neuen, dauerhaften Dialogplattform zwischen dem Südwesten Deutschlands und der Asien-Pazifik-Region.
Praxis statt Theorie: Was der Summit leistete
Das Konzept war klar auf Anwendbarkeit ausgerichtet. Unternehmen erhielten kompakte Informationen zu Marktchancen, Markteintrittsstrategien und Beschaffungswegen in Asien. Experten von Baden-Württemberg International (BW_i), der zentralen Standortförderungsagentur des Landes, teilten aktuelle Einblicke in konkrete Zielmärkte.
Der Fokus lag auf drei Kernthemen: Förderung, Finanzierung und Absicherung von Auslandsengagements. Damit richtete sich die Veranstaltung gezielt an mittelständische Unternehmen, die ein Asien-Engagement planen oder ausbauen wollen. Theoretische Grundlagen spielten eine untergeordnete Rolle. Praktische Handlungsempfehlungen standen im Vordergrund.
Strategischer Rahmen: Die Asien-Pazifik-Leitlinien
Der Summit ist eingebettet in einen breiteren wirtschaftspolitischen Rahmen. Das Land Baden-Württemberg hat Asien-Pazifik-Leitlinien erarbeitet. Sie dienen Unternehmen als Orientierungshilfe für die Priorisierung von Märkten und Engagements in der Region.
Bereits im Februar 2026 fand in Stuttgart eine vorbereitende Veranstaltung statt. Sie verknüpfte eine regionale Einordnung mit praxisnahen Impulsen. Der Summit im Juni baute auf diesen Grundlagen auf.
BW_i als zentraler Akteur
Baden-Württemberg International übernimmt bei der Asien-Strategie des Landes eine Schlüsselrolle. Die Stuttgarter Agentur koordiniert die Außenwirtschaftsförderung und begleitet Unternehmen bei der Erschließung internationaler Märkte. Auf dem Summit stellten BW_i-Expertinnen und -Experten aktuelle Marktberichte vor. Sie gaben konkrete Einschätzungen zu einzelnen Ländern und Branchen.
Warum Asien-Pazifik für BW-Unternehmen relevant bleibt
Die Asien-Pazifik-Region gehört zu den wirtschaftlich dynamischsten der Welt. Für Baden-Württembergs exportorientierte Industrie hat sie seit Jahrzehnten große Bedeutung. Automobil-, Maschinen- und Elektroindustrie sind traditionell stark in Märkten wie Japan, Südkorea, China oder den ASEAN-Staaten vertreten.
Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen. Lieferketten werden neu bewertet. Unternehmen suchen nach alternativen Beschaffungsquellen und neuen Absatzmärkten. Der Summit lieferte dazu aktuelle Lageeinschätzungen und half, Risiken besser einzuordnen.
Mittelstand im Fokus
Besonders der Mittelstand steht vor komplexen Entscheidungen. Markteintritt in Asien erfordert lokales Wissen, Netzwerke und Kapital. Viele kleine und mittlere Unternehmen verfügen nicht über eigene Auslandsabteilungen. Genau hier setzt das Veranstaltungsformat an. Es bündelt Expertise und schafft Kontaktmöglichkeiten an einem Tag.
Die Resonanz mit über 250 Anmeldungen zum ersten Termin zeigt: Der Bedarf an strukturierter Information ist groß. Die IHK Region Stuttgart und das Wirtschaftsministerium haben damit ein Format getroffen, das offensichtlich eine Lücke schließt.
Fazit: Ein Startschuss mit Signalwirkung
Mit dem Asien-Pazifik Summit 2026 hat Baden-Württemberg ein neues wirtschaftspolitisches Instrument geschaffen. Die Kombination aus Landesministerium, IHK und BW_i verleiht der Veranstaltung institutionelles Gewicht. Der erste Termin war ein Testlauf. Er war erfolgreich. Ob der Summit dauerhaft im Veranstaltungskalender verankert wird, hängt von der weiteren Resonanz ab. Die Grundlage dafür ist gelegt.
