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Der Maschinenbauer Zahoransky aus Südbaden plant einen erheblichen Stellenabbau. Bis zu 120 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Als Grund nennt das Unternehmen einen Auftragseingang, der unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Der Betriebsrat stemmt sich gegen die Pläne und will möglichst viele Stellen sichern.
Schwacher Auftragseingang als Auslöser
Zahoransky gehört zu den bekanntesten Maschinenbauern in der Region Südbaden. Das Unternehmen stellt unter anderem Maschinen für die Bürstenherstellung und die Verpackungsindustrie her. Die Firma gilt als typischer Vertreter des mittelständischen Maschinenbaus in Baden-Württemberg.
Der Auftragseingang ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Er liegt nach Unternehmensangaben unter dem Vorjahresniveau. Das Unternehmen sieht sich deshalb gezwungen, die Belegschaft zu verkleinern. Konkrete Zahlen zur Gesamtbelegschaft hat Zahoransky bislang nicht öffentlich genannt.
Für die betroffenen Beschäftigten und ihre Familien bedeutet die Ankündigung große Unsicherheit.
Betriebsrat fordert Alternativen
Der Betriebsrat von Zahoransky hat sich klar positioniert. Er will möglichst viele Arbeitsplätze erhalten. Welche konkreten Gegenvorschläge die Arbeitnehmervertreter einbringen, ist bislang nicht bekannt. Die Verhandlungen zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat dürften in den kommenden Wochen an Fahrt aufnehmen.
Instrumente wie Kurzarbeit oder freiwillige Abfindungsprogramme sind in solchen Situationen gängige Mittel. Ob Zahoransky diese Wege nutzen will, ist derzeit offen. Das Unternehmen hat sich dazu bislang nicht geäußert.
Kein Einzelfall in der Branche
Zahoransky steht mit seinen Schwierigkeiten nicht allein. Der Maschinenbau in Baden-Württemberg kämpft seit Monaten mit schwacher Nachfrage. Hohe Energiekosten, verhaltene Investitionsbereitschaft der Kunden und internationaler Wettbewerb belasten die Branche.
Auch andere Maschinenbauer haben zuletzt Stellenabbau angekündigt. Viele mittelständische Industriebetriebe in der Region geraten unter Druck.
Traditionsunternehmen, die jahrzehntelang als stabile Arbeitgeber galten, müssen sich neu aufstellen.
Ausblick
Die Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat werden zeigen, wie viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Schwache Auftragslage und schwieriges Marktumfeld zwingen auch alteingesessene Betriebe zu Einschnitten.
