Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Der Kornwestheimer Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische hat im ersten Halbjahr 2026 seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. Ausschlaggebend war ein deutlich geringerer Verlust im Segment Baufinanzierung. Vorstandschef Jürgen Junker bestätigte die Jahresprognose: 120 bis 150 Millionen Euro Gewinn sind das Ziel.
Baufinanzierung belastet weniger als zuvor
Das Segment Wohnen, das die Baufinanzierungsaktivitäten des Konzerns bündelt, schrieb zuletzt noch rote Zahlen. Das Minus schrumpfte auf 12 Millionen Euro, gegenüber früheren Perioden, in denen die gestiegenen Zinsen das Neugeschäft stark belasteten, eine spürbare Verbesserung.
Die Bausparkasse Wüstenrot gehört zu den größten privaten Bausparkassen in Deutschland. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte sie beim Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme einen Wert von 11,07 Milliarden Euro, nach 10,99 Milliarden Euro im Vorjahr.
Versicherungsgeschäft als Stütze
Die Württembergische Versicherung trug im Berichtszeitraum zur Ertragsstabilität bei. Größere Unwetterereignisse blieben aus, was die Schadensquote spürbar entlastete. Schäden durch Naturkatastrophen belasten Versicherer in der Regel erheblich.
W&W ist in den Geschäftsfeldern Wohnen, Versicherung und Vorsorge aktiv. Der Konzern beschäftigt mehrere Tausend Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Kornwestheim bei Stuttgart.
Prognose bestätigt, Kurs gehalten
Vorstandschef Jürgen Junker hält an der Jahresprognose fest. Für das Gesamtjahr 2026 peilt W&W einen Gewinn zwischen 120 und 150 Millionen Euro an. Das Unternehmen sieht sich auf Kurs, dieses Ziel zu erreichen.
Voraussetzung bleibt, dass keine außergewöhnlichen Belastungen eintreten. Großschadenereignisse im Versicherungsbereich könnten die Planung beeinflussen. Bislang verlief das Jahr diesbezüglich ruhig.
Baufinanzierungsmarkt bleibt herausfordernd
Der Immobilien- und Baufinanzierungsmarkt in Deutschland hat sich nach dem Zinsanstieg der vergangenen Jahre noch nicht vollständig erholt. Viele Haushalte halten sich bei Kaufentscheidungen zurück, was W&W im Segment Wohnen weiterhin spürt. Der verbliebene Verlust von 12 Millionen Euro zeigt, dass das Segment noch keine Trendwende vollzogen hat.
Die Verringerung des Minus deutet allerdings auf eine Stabilisierung hin. Ein ausgeglichenes Ergebnis in diesem Bereich bleibt mittelfristiges Ziel des Konzerns.
Fazit
W&W liefert solide Halbjahreszahlen. Stabileres Baufinanzierungsgeschäft und ein schadenärmerer Versicherungsverlauf tragen den Gewinnanstieg. Ob das Jahresziel von bis zu 150 Millionen Euro erreicht wird, hängt vor allem vom weiteren Verlauf des Versicherungsgeschäfts ab.
