Mehr als die Hälfte der Betriebe meldet Umsatzrückgänge — und erstmals seit der Krise geht es mehr Firmen schlechter als besser. Das ist die nüchterne Bilanz des IHK-Herbstberichts.
Du bekommst hier klare Zahlen statt vager Einschätzungen. Der Konjunkturklimaindex fiel von 102 auf 84 Punkte. Nur jedes neunte unternehmen sieht steigende Nachfrage.
Sechs von zehn Betrieben berichten fallende Auftragseingänge. 38 Prozent erwarten eine weitere Verschlechterung, 50 Prozent rechnen mit einem Halten auf niedrigem Niveau.
In diesem thema ordnen wir für dich, was das für deinen standort bedeutet. Wir zeigen, wo chancen liegen und wie du deine Planung fürs nächste jahr stabi lisieren kannst.

Schlüsselerkenntnisse
- Der IHK-Bericht zeigt reale Kennzahlen, nicht nur Eindrücke.
- Der Konjunkturklimaindex sank deutlich — das trifft viele unternehmen.
- Nachfrage und Auftragseingänge sind spürbar gesunken.
- Es gibt gezielte Chancen für Nischen und robuste Servicefelder.
- Praktische Hinweise für Liquidität und Personalplanung helfen sofort.
- Regionale Stimmen von Armin Buhl und Jose Luis Stephens liefern Kontext.
- Blue Planet Studio und weitere Akteure zeigen konkrete Handlungsfelder.
Dein Überblick: Wo die regionale Konjunktur gerade steht
Die Konjunkturlage in der ihk-region ulm hat sich seit dem frühjahr merklich verschlechtert.
Der IHK‑Index fiel von 102 auf 84 Punkte. Mehr als die Hälfte der betriebe meldet Umsatzeinbußen. Ein Drittel berichtet von einer schlechten Ertragssituation.
Nur noch jedes neunte unternehmen verzeichnet steigende Nachfrage. Sechs von zehn melden fallende Auftragseingänge. 38 prozent erwarten eine Verschlechterung, 50 prozent rechnen mit einem Halten des Niveaus.
- Du siehst klar, warum der stimmungseinbruch breiter wird und welche Folgen das für Lieferzeiten hat.
- Wir ordnen die prozent‑Angaben so, dass du sie direkt mit deinen unternehmen vergleichen kannst.
- Praktische Hinweise zeigen, welche Maßnahmen viele unternehmen jetzt priorisieren.
Diese kurze sicht auf die IHK‑Daten spart dir Zeit bei der Analyse. In den folgenden Abschnitten erklären wir, was die erwartungen bedeuten und wo eine besserung möglich ist.
Stimmungseinbruch in der IHK-Region Ulm: Daten, Treiber, Trends
Die Zahlen aus der Umfrage zeigen klar: das Sentiment hat sich spürbar eingetrübt. Wir fassen die wichtigsten Fakten knapp für dich zusammen, damit du schnell einschätzen kannst, was das für deine Geschäfte in den nächsten Monaten bedeutet.
IHK‑Konjunkturklimaindex fällt von 102 auf 84 Punkte
Der Index sank seit dem frühjahr von 102 auf 84 Punkte. Das ist ein deutlicher Rückgang und signalisiert Schmierstellen bei Nachfrage und Planung.
Nachfrage und Auftragseingänge: nur jedes neunte Unternehmen berichtet Zuwächse
Nur jedes neunte unternehmen meldet steigende Nachfrage. Sechs von zehn betriebe sehen fallende Auftragseingänge.
38 Prozent geben an, dass sich die Lage weiter verschlechtern wird; 50 Prozent erwarten ein Halten auf niedrigem Niveau.
Wer ist am stärksten betroffen? Industrie im Inland schwach, Impulse nur begrenzt aus USA/Asien
Die Industrie spürt den stärksten Druck. Inlandsgeschäfte sind eingebrochen und Impulse aus dem ausland aus den USA und Asien reichen kaum, um das Minus auszugleichen.
- Du erkennst, warum der Index sank und was das praktisch für deine quartalsplanung heißt.
- Wir erklären, weshalb mehr unternehmen in die Defensive gehen und wie du Forecasts realistisch anpasst.
- Praktische Schritte: Angebotsmanagement, Zahlungsziele, Frühindikatoren aus Vertrieb und Einkauf.

Branchenbild im Herbst: Industrie, Bau, Handel und Services im Realitätstest
Aktuelle Branchenzahlen zeichnen ein deutliches Profil: Industrie und Handel spüren stärkeren Gegenwind als das Gastgewerbe.
Industrie: Strukturwandel, Kosten und Rezessionstendenz
Hohe Energie- und Arbeitskosten drücken Margen. Inlandsaufträge fehlen, die Ausfuhr bleibt schwach.
Erstmals melden mehr unternehmen eine Verschlechterung als eine Verbesserung. Das signalisiert eine reale rezession.
Bau, Einzel- und Großhandel: Auftragsflaute trotz leicht sinkender Zinsen
Im Bau hemmen teure Materialien, lange Genehmigungen und Lohnkosten neue Projekte. Gewerblicher Hochbau bleibt schwach.
Einzelhandel und Großhandel spüren Zurückhaltung beim Konsum. Umsatz und Stimmung liegen unter Vorjahr.
| Bereich | 2023 | 2024 | Haupttreiber |
|---|---|---|---|
| Industrie | Stabile Produktion (relativ) | Mehr Verschlechterungen, Rezessionstendenz | Energiekosten, Löhne, schwacher Export |
| Bau | Auftragsbestand moderat | Auftragsflaute trotz leichter Zinsentlastung | Materialpreise, Genehmigungen, Fachkräfte |
| Handel (Einzel/Groß) | Umsatzrückgang begonnen | Konsumzurückhaltung, Stimmungsdämpfung | Nachfrage, Preisdruck |
| Services & Unternehmensnahe | Nachfrage schwankend | Umsatzeinbußen, weniger neue Mandate | Budgetkürzungen, Projektaufschub |
- Du siehst, welche kostengetriebenen Hebel Margen belasten.
- Wir ordnen kurz, wo prozentuale Rückgänge regionale Ketten treffen.
- Hinweise helfen, Liquidität zu sichern und Nischen zu besetzen.
Wirtschaft nach Corona: Wachstum in der Region Ulm – Signale aus Unternehmen
Direkte Einblicke aus Betrieben geben Aufschluss darüber, wo echtes wachstum entsteht und wo Zurückhaltung dominiert.

Handtmann (Biberach)
Handtmann ist breit aufgestellt. Metallguss läuft besser als erwartet, Automotive bleibt derzeit die stärkste Branche.
Für 2024 peilt das unternehmen rund 1,4 Mrd. Euro Umsatz an. Fachkräftemangel bleibt ein Thema.
Boehringer Ingelheim (Biberach)
Boehringer beschäftigt etwa 7.500 Personen vor Ort. Große Investitionen stabilisieren Beschäftigung und Zuliefernetzwerke.
Halder, Schaufler Tooling, Liebherr
Halder meldet Zuwächse 2024, das Plus kommt überwiegend aus dem ausland. Der Binnenmarkt stagniert.
Schaufler Tooling reagiert auf Kundenrückgänge (>30%) mit Zeitkontenabbau und Kurzarbeit, aber ohne Stellenabbau. So bleibt Know‑how erhalten.
Liebherr sieht Kundenzurückhaltung. 2024 könnte noch ein Rekordjahr werden, die kommenden jahren bleiben jedoch vorsichtig.
- Du siehst, wie geschäftsführer Kapazität und Personal priorisieren.
- Diese Beispiele zeigen auswirkungen auf märkten und auf die regionale Lieferkette.
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Investitionen verlagert: Warum Zukunftsprojekte ins Ausland wandern
Viele Firmen verschieben jetzt Projekte, weil Investitionsentscheidungen unsicherer geworden sind. Das spürst du bei Beschlüssen zu Capex und beim Vergleich von Standorten.
Inlandspläne gekürzt: vier von zehn Unternehmen reduzieren Vorhaben
Vier von zehn unternehmen kürzen Inlandsinvestitionen. Nur 18 Prozent wollen mehr investieren.
In der Industrie planen 46 prozent geringere und 14 Prozent höhere Investitionen in Deutschland. Kapazitätserweiterungen tätigt nur jedes zehnte unternehmen — der niedrigste Wert seit jahren.
Prioritäten: Digitalisierung und Energieeffizienz trotz Zurückhaltung
Ersatzinvestitionen laufen vor allem in Digitalisierung und Energieeffizienz. Das heißt: immer mehr Projekte sind retrofit und nicht Neubau.
Wir zeigen dir, welche Governance, Freigaben und Partnerwahl helfen, Projekte schneller zu starten — am standort oder im ausland.

| Kennzahl | Wert | Fokus |
|---|---|---|
| Inlands‑Kürzungen | 40% | Capex‑Streichungen, Payback‑Höhen |
| Industrie: geringere Investitionen | 46% | Priorität Ersatz statt Ausbau |
| Mehrinvestitionen Industrie | 14% | Gezielte Modernisierung |
| Kapazitätserweiterungen | 10% | Niedrigster Stand seit jahren |
- Du erfährst, warum immer mehr Vorhaben an andere standorte gehen und welche Kriterien jetzt zählen.
- Praktische Checkliste: Priorisieren, Förderkulisse prüfen, Liquidität sichern.
- minlesezeit trends — minlesezeit trends; trends hintergründe©, starker standort mittelstand und alman-türk ticaret sanayi sind relevante Partner für Entscheidungen.
Arbeitsmarkt heute: Personalpläne, Kurzarbeit und der Kampf um Talente
Der Arbeitsmarkt zeigt jetzt gemischte Signale: mehr Firmen planen Abbau, während zugleich Stellen offen bleiben.

Der Anteil der unternehmen mit Abbauplänen stieg von 28 auf 36 Prozent. Nur 6 Prozent wollen neue Stellen schaffen, zuvor waren es 9.
56 Prozent finden keine passenden Fachkräfte. Besonders dual Ausgebildete fehlen. Die regionale Arbeitslosenquote lag im September 2024 bei 3,1 Prozent (BW 4,3; DE 6).
Beschäftigungsausblick
Eine weitere Umfrage zeigt: 11 Prozent suchen aktiv Personal, 25 Prozent erwarten Rückgang, 64 Prozent sehen keine Veränderung.
Fachkräfteengpass bleibt
Kurzarbeit wird wieder öfter als Instrument genannt. So lassen sich Kapazitätsspitzen glätten, ohne Kompetenzen zu verlieren.
| Indikator | Wert | Auswirkung |
|---|---|---|
| Abbaupläne | 36 Prozent | Höhere Personalanpassung |
| Stellenaufbau | 6 Prozent | Begrenzte Neueinstellungen |
| Fachkräftemangel | 56 Prozent | Gezielte Ausbildung & Weiterbildung nötig |
- Du siehst, wie betriebe Personalkurven anpassen und welche prozent‑Werte auf Seitwärtsbewegung hindeuten.
- Praktische Hebel: Ausbildung, Bindung, interne Weiterbildung, gezieltes Sourcing.
- Tipps zur Integration von Kurzarbeit in die Planung findest du im IHK‑Herbstbericht.
IHK Ulm und Partnerregionen mahnen: Rahmenbedingungen jetzt verbessern
IHK Ulm und lokale Partner fordern konkrete Schritte, damit Firmen Planungssicherheit bekommen und Investitionen greifen.
Die IHK nennt beschleunigte Genehmigungsverfahren, schlankere Vorgaben und Digitalisierung der Prozesse als Priorität.
44 Prozent der Betriebe sehen die Politik mittlerweile als erhöhtes Risiko. Kurzere Durchlaufzeiten reduzieren dieses Risiko sofort.
H3: Standortkosten und planbare Energiepolitik als Wegbereiter
Hohe Arbeits- und Energiekosten belasten die Kalkulation. Planbare Energiepolitik und steuerliche Entlastungen würden Investitionsentscheidungen erleichtern.
| Hebel | Wirkung | Priorität |
|---|---|---|
| Genehmigungen beschleunigen | Projekte starten schneller | hoch |
| Planbare Energiepolitik | Investitionen werden planbar | hoch |
| Infrastrukturinvestitionen | Standort stärkt Wettbewerbsfähigkeit | mittel |
- Checkliste für dein Engagement: Netzanschlüsse beantragen, Flächenbedarf melden, Verbände einbinden.
- Nutze Branchenallianzen und Kontakte wie jose luis stephens oder armin buhl, um Forderungen zu bündeln.
- Minimiere Risiko durch lokale Dialoge und staatliche Förderprogramme.
Chancen erkennen: Wo du trotz Flaute punkten kannst
Trotz Stimmungsdämpfung zeigen sich klare Chancen für viele Betriebe. Konkrete Felder sind Energieeffizienz, Digitalisierung, Serviceverträge und Ersatzteile mit planbaren Margen.
Nutze das Ausland, um Nachfrage zu stabilisieren: EU‑Nachbarn, Nischen in Nordamerika und Asien bieten Abnehmer, wie Halder und Handtmann bereits zeigen.
Priorisiere Investitionen schlank: kleine Projekte mit schnellem Payback sichern Liquidität über die kommenden Jahre. Kurzarbeit hilft, Fachkräfte zu halten und Kapazitäten zu puffern.
Richte Vertrieb neu aus: klare ICPs, kurze Zyklen, Bestandskunden ausbauen, Upgrades bündeln. So übersetzt du das Bild der Zahlen in handfeste Schritte für Kunden und Geschäfte.
