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Beim Maschinenbauer Trumpf in Ditzingen steigen die Auftragszahlen wieder. Nach mehreren Jahren mit rückläufigen Zahlen wuchs der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2025/26 um sieben Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen zählt zu den größten Industriearbeitgebern in Baden-Württemberg.
Auftragseingang zieht an
Die Zahlen stammen aus vorläufigen Berechnungen des Unternehmens. Der Auftragseingang legte um sieben Prozent zu und erreichte 4,5 Milliarden Euro. Der Umsatz blieb dagegen weitgehend stabil bei 4,34 Milliarden Euro.
Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz ist für Maschinenbauer ein wichtiger Frühindikator. Liegt der Auftragseingang über dem Umsatz, deutet das auf eine steigende Auslastung in den kommenden Monaten hin. Bei Trumpf ist das aktuell der Fall.
Unternehmenschefin Nicola Leibinger-Kammüller zeigte sich vorsichtig optimistisch. Der gestiegene Auftragseingang stimme das Unternehmen positiv für das laufende Geschäftsjahr. Sie rechnet mit weiterem Wachstum.
Erholung nach schwierigen Jahren
Die vergangenen Geschäftsjahre verliefen für Trumpf schwierig. Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen und Lasertechnologie schwächelte, unter anderem wegen gedämpfter Investitionsbereitschaft vieler Industriekunden in Europa.
Trumpf ist auf Laserschneidmaschinen, Lasertechnik und Elektronik spezialisiert und beliefert Branchen wie den Automobilbau, die Luft- und Raumfahrt sowie die Medizintechnik.
Der steigende Auftragseingang ist für den Standort Ditzingen und die Region Stuttgart ein klares Signal. Trumpf beschäftigt weltweit rund 18.000 Mitarbeitende, ein Großteil davon in Baden-Württemberg.
Auswirkungen auf den Industriestandort Südwest
Was bei Trumpf passiert, wirkt sich auf viele kleinere Zulieferer und Dienstleister in der Region aus. Ein steigender Auftragseingang schafft Planungssicherheit entlang der gesamten Lieferkette.
Der Maschinenbau ist eine der tragenden Säulen der Wirtschaft in Baden-Württemberg. Die Branche leidet seit Monaten unter schwacher Nachfrage aus dem Ausland und zögerlichen Investitionen im Inland.
Leibinger-Kammüller rechnet mit weiterem Wachstum
Nicola Leibinger-Kammüller ist Vorsitzende der Geschäftsführung. Trumpf ist nicht börsennotiert und gehört weiterhin der Familie Leibinger.
Leibinger-Kammüller rechnet damit, dass sich der positive Trend fortsetzt. Als Grundlage sieht sie die steigende Nachfrage nach Automatisierung und Lasertechnologie, da viele Industrieunternehmen weltweit ihre Fertigung modernisieren.
Erholung mit Vorsicht
Trumpf meldet Zeichen einer Erholung. Der Auftragseingang steigt, der Umsatz hält sich stabil, und die Unternehmensführung sieht weiteres Wachstumspotenzial. Das Umfeld bleibt dennoch schwierig: Handelskonflikte, geopolitische Unsicherheiten und die schwache Konjunktur in Europa dämpfen den Optimismus. Trumpf selbst spricht von vorsichtigem Optimismus.
