Ein wichtiger Tag für die Justiz in Baden-Württemberg
Zum Ausbildungsjahr 2025 haben 232 junge Menschen ihre Ausbildung zu Justizfachangestellten in der baden-württembergischen Justiz begonnen. Die offizielle Bekanntgabe erfolgte durch Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration. Die Auszubildenden starten ihre berufliche Laufbahn an 22 Ausbildungsstandorten – von Amtsgerichten wie in Freiburg, Ludwigsburg oder Offenburg bis zu den Landgerichten in Hechingen und Mosbach.
Mit diesem starken Ausbildungsjahrgang sichert das Land die Zukunftsfähigkeit seiner Justiz und sorgt dafür, dass Serviceeinheiten, Gerichte und Staatsanwaltschaften weiterhin reibungslos arbeiten können.
Hohe Nachfrage nach Ausbildungsplätzen
Das Interesse an der Ausbildung ist ungebrochen groß: Insgesamt sind 2.284 Bewerbungen eingegangen. Im Bezirk des Oberlandesgerichts Karlsruhe setzten sich 90 Bewerberinnen und Bewerber gegen 726 Mitstreitende durch, im Bezirk des Oberlandesgerichts Stuttgart erhielten 142 von 1.558 Bewerbenden einen Ausbildungsplatz.
„Die Justiz ist ein zentraler Pfeiler unserer Demokratie und braucht engagierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte Ministerin Gentges. „Ich freue mich, dass wir erneut so viele talentierte junge Menschen gewinnen konnten, die nun einen wichtigen Beitrag für unseren Rechtsstaat leisten werden.“
Vielfältige Einblicke in die Welt der Justiz
Der Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration, Elmar Steinbacher, hieß einen Teil der Auszubildenden persönlich willkommen und betonte die große Bedeutung ihrer Arbeit: „Als Justizfachangestellte sind Sie die ersten Ansprechpartner für Bürger, Rechtsanwälte und Verfahrensbeteiligte. Sie sorgen für einen reibungslosen Ablauf, führen Akten, übernehmen Schriftverkehr und organisieren Termine.“
Die Auszubildenden lernen während ihrer Ausbildung nicht nur die praktische Arbeit in den Gerichten kennen, sondern erhalten auch fundierten theoretischen Unterricht, um rechtliche Zusammenhänge zu verstehen und souverän handeln zu können.
Attraktive Vergütung und gute Perspektiven
Die Ausbildung ist nicht nur fachlich anspruchsvoll, sondern auch finanziell attraktiv: Im ersten Ausbildungsjahr verdienen die Auszubildenden 1.236,82 Euro brutto, im zweiten Jahr steigt die Vergütung auf 1.290,96 Euro, im dritten Jahr auf 1.340,61 Euro brutto.
Nach erfolgreichem Abschluss winken sichere Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst mit Vergütung nach Entgeltgruppe 9a (TV-L). Wer besonders gute Leistungen erbringt, kann sich nach einem Jahr Berufspraxis für die beamtenrechtliche Zusatzausbildung zum Justizfachwirt qualifizieren – und so den nächsten Karriereschritt gehen.
Moderne Nachwuchsgewinnung: #seiamstaat
Um auch künftig motivierte Bewerberinnen und Bewerber zu erreichen, setzt das Ministerium auf moderne Personalgewinnung. Mit der Kampagne #seiamstaat macht die Justiz ihre Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten über Social Media sichtbar und spricht gezielt die Generation Z an.
Ziel ist es, die Vielfalt der Berufe in der Justiz darzustellen und das Bild eines modernen, digitalen und bürgernahen Arbeitgebers zu vermitteln.
Bewerbungsstart für 2026 bereits offen
Wer selbst Teil der Justiz werden möchte, kann sich ab sofort für den Ausbildungsstart 2026 bewerben. Die Zuständigkeit liegt bei den Oberlandesgerichten Karlsruhe und Stuttgart – je nachdem, in welchem Bezirk später gearbeitet werden soll.
„Unsere Gerichte und Staatsanwaltschaften brauchen motivierte junge Menschen, die Lust haben, Verantwortung zu übernehmen und den Rechtsstaat aktiv mitzugestalten“, so Ministerin Gentges. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den ersten Schritt in eine spannende und sichere berufliche Zukunft zu machen.“
