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Christian Klein mischt sich in die Berliner Koalitionskrise ein. Der Chef des Walldorfer Softwarekonzerns SAP hat sich klar positioniert: Ein Kanzlerwechsel löst die strukturellen Probleme der Bundesregierung nicht. Das sagte Klein der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Klare Worte aus Walldorf
„Ich glaube nicht, dass die Probleme in der Koalition durch Veränderung an der Spitze verschwinden würden“, sagte Klein. Der Manager sprach sich damit gegen eine Personaldebatte aus und forderte inhaltliche Klarheit von der Bundesregierung.
Die Regierung müsse ein glaubwürdiges Bild der Zukunft zeichnen. Reformen dürften nicht zurückgenommen werden, sobald sie politisch unbequem werden. Harte Entscheidungen seien notwendig, um die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen.
Wirtschaftswachstum als Maßstab
Klein forderte Reformtempo, wirtschaftliche Flexibilität und Wachstum. Die Politik müsse nachvollziehbar handeln. Ankündigungen müssten auch umgesetzt werden.
SAP selbst steht wirtschaftlich gut da. Der Konzern steigerte seinen Umsatz 2025 um acht Prozent auf 36,8 Milliarden Euro. Treiber war das starke Wachstum im Bereich Cloud-Software. SAP gehört damit zu den wertvollsten Unternehmen im deutschen Leitindex Dax.
Stimme der deutschen Industrie
Klein ist nicht der erste Dax-Chef, der sich zur politischen Lage äußert. Große Konzerne fordern seit Monaten Planungssicherheit von der Bundesregierung. Investitionsentscheidungen hingen an stabilen politischen Rahmenbedingungen.
Für Baden-Württemberg hat Kleins Aussage besonderes Gewicht. SAP ist der mit Abstand größte börsennotierte Konzern des Landes.
Fazit
Kleins Botschaft an Berlin ist eindeutig: Personalwechsel an der Regierungsspitze sind kein Ersatz für ein klares Reformprogramm. Die Wirtschaft erwartet Verlässlichkeit, keine Debatte über Posten.
