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Der Stuttgarter Autohersteller Porsche AG hat seine Anteile an der Sportwagenschmiede Bugatti und dem E-Auto-Spezialisten Rimac verkauft. Der Erlös beläuft sich auf rund eine Milliarde Euro. Das Unternehmen gab den Abschluss des Deals am Mittwochabend nach Börsenschluss in Stuttgart bekannt. Die zuständigen Behörden hatten den Verkauf zuvor genehmigt.
Zwei Beteiligungen auf einen Schlag abgegeben
Porsche trennt sich damit von zwei Partnern aus der Welt der Hochleistungsfahrzeuge. Bugatti steht für Extremsportwagen im Millionenpreissegment. Rimac aus Kroatien ist einer der führenden Entwickler elektrischer Antriebssysteme und Sportwagen.
Porsche hatte beide Beteiligungen in der Vergangenheit aufgebaut. Nun zieht der VW-Konzern-Ableger die Reißleine und steckt das Kapital in die eigene Bilanz. Der Verkauf ist kein Einzelfall: Porsche überprüft sein Beteiligungsportfolio systematisch.
Wohin fließt das Geld?
Von dem Erlös plant Porsche, 250 Millionen Euro für Pensionsverpflichtungen einzusetzen. Der Barmittelzufluss soll in diesem Jahr höher ausfallen als bisher geplant. Der Verkauf verbessert die Liquiditätslage und verschafft Porsche finanziellen Spielraum für eigene Investitionen.
Strategische Neuausrichtung oder kurzfristige Entlastung?
Die Automobilbranche steckt in einer schwierigen Phase. Hohe Investitionen in Elektromobilität, sinkende Margen und ein schwaches Marktumfeld setzen viele Hersteller unter Druck. Auch Porsche spürt diesen Gegenwind.
Der Verkauf von Minderheitsbeteiligungen ist ein gängiges Mittel, um schnell Kapital freizusetzen. Porsche konzentriert sich damit stärker auf das eigene Kerngeschäft. Bugatti und Rimac sind zwar bekannte Namen, aber keine strategisch zwingenden Bestandteile des Porsche-Portfolios.
Rimac als Technologiepartner war ein Experiment
Die Beteiligung an Rimac hatte ursprünglich auch technologische Motive. Der kroatische Hersteller gilt als Pionier bei Hochleistungsbatterien und elektrischen Antrieben. Ob und in welcher Form die technologische Zusammenarbeit weiterläuft, ist offen.
Bugatti bleibt ein Luxusobjekt ohne Porsche
Bugatti steht für Hypercars im Preisbereich von mehreren Millionen Euro pro Fahrzeug. Die Marke hat eine treue, zahlungskräftige Kundschaft. Wer die Anteile übernimmt, wurde nicht öffentlich mitgeteilt.
Porsche setzt auf Fokus statt Streuung
Mit dem Verkauf strafft Porsche sein Portfolio und priorisiert die eigene finanzielle Stabilität. Wer die Anteile übernimmt, ist bislang nicht bekannt. Der Deal zeigt, dass auch Premiumhersteller Beteiligungen abstoßen, wenn es die eigene Finanzlage erfordert.
