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Die Porsche Automobil Holding SE weitet ihr Investmentportfolio in Richtung Raumfahrt aus. Die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft der Familien Porsche und Piëch hat sich am US-amerikanischen Raumfahrtunternehmen Stoke Space Technologies beteiligt. Das Investitionsvolumen liegt im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Es ist bereits das zweite Engagement der Porsche SE in einem Raumfahrt-Start-up.
Wiederverwendbare Raketen als Geschäftsmodell
Stoke Space Technologies entwickelt eine zweistufige Trägerrakete namens Nova. Die Rakete soll vollständig wiederverwendbar sein. Damit will das US-Start-up Raketenstarts häufiger und kostengünstiger machen. Der geplante Erststart der Nova-Rakete war für Anfang dieses Jahres angekündigt.
Der Markt für kommerzielle Raketenstarts wächst. Satellitenbetreiber, Regierungen und private Unternehmen fragen weltweit mehr Startkapazitäten nach. Stoke Space positioniert sich in diesem Segment gegen etablierte Anbieter wie SpaceX.
Porsche SE diversifiziert ihr Portfolio
Die Porsche SE ist vor allem als Großaktionärin des Volkswagen-Konzerns bekannt. Sie hält rund 31,9 Prozent der VW-Stammaktien. Zuletzt geriet die Holding unter Druck: Im Zuge von Indexanpassungen flog die Aktie aus dem DAX.
Mit dem Raumfahrt-Investment signalisiert Vorstandschef Hans Dieter Pötsch einen klaren Kurs: Die Holding will breiter aufgestellt werden. Neben dem Kernbeteiligungsgeschäft mit Volkswagen sollen Wachstumsfelder erschlossen werden. Raumfahrt ist dabei ein strategisch gewähltes Feld.
Zweites Raumfahrt-Engagement der Holding
Für die Porsche SE ist Stoke Space nicht das erste Investment in der Branche. Die Beteiligungsgesellschaft hat sich bereits zuvor an einem Raumfahrt-Start-up beteiligt. Zur Höhe des früheren Investments liegen keine Angaben vor.
Die Investitionsstrategie folgt einem Prinzip: frühzeitig einsteigen, bevor ein Markt reift. Stoke Space befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Das Risiko ist entsprechend hoch, das Potenzial aber erheblich.
Kapital aus Baden-Württemberg in der Raumfahrt
Die Porsche SE ist eine der größten Beteiligungsgesellschaften mit Sitz in Baden-Württemberg. Das Investment in Stoke Space zeigt, dass auch aus dem Südwesten Kapital in die kommerzielle Raumfahrtbranche fließt.
Andere Beteiligungsgesellschaften und Family Offices in der Region verfolgen solche Schritte. Jenseits der klassischen Industriesektoren sucht die Porsche SE damit neue Beteiligungsfelder.
Fazit
Die Porsche SE will mehr sein als eine VW-Holdinggesellschaft. Ob die Wette auf wiederverwendbare Raketen aufgeht, wird der Erststart der Nova zeigen.
