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Porsche streicht 5.000 Stellen. Dabei soll es bleiben. Vorstandschef Michael Leiters hat intern klargestellt: Ein Abbau von weiteren 4.000 Arbeitsplätzen ist nicht geplant. Die Botschaft richtete er direkt an die Belegschaft, über das betriebseigene Intranet.
Dementi aus Zuffenhausen
Tagelang kursierten Berichte, wonach Porsche über den bereits angekündigten Stellenabbau hinausgehen könnte. Auslöser war ein Papier aus dem VW-Aufsichtsrat. Darin sollen Planspiele für weitere Kürzungen beim Stuttgarter Sportwagenbauer enthalten gewesen sein. Leiters widersprach diesen Überlegungen aus Wolfsburg nun ausdrücklich.
Das Zukunftspaket belaufe sich auf 5.000 Stellen, sagte er. Weder mehr noch weniger. Damit zog der Vorstandschef eine klare Linie zwischen den Plänen des Mutterkonzerns und der eigenen Unternehmensstrategie.
Hintergrund: Porsche in der Krise
Porsche steckt in einer ernsten wirtschaftlichen Lage. Der Sportwagenbauer meldete zuletzt einen Gewinneinbruch von 91,4 Prozent. Das Unternehmen hat deshalb ein umfassendes Sparprogramm aufgelegt. Der Abbau von 5.000 Stellen ist Teil dieses Programms.
Leiters hat seit seinem Amtsantritt den Umbau des Unternehmens vorangetrieben. Porsche richtet dabei sein Modellportfolio neu aus. Hoffnungsträger ist unter anderem der vollelektrische Cayenne, mit dem Zuffenhausen verlorenes Terrain zurückgewinnen will.
Spannungsfeld zwischen Stuttgart und Wolfsburg
Das Dementi von Leiters zeigt eine wachsende Eigenständigkeit des Stuttgarter Unternehmens gegenüber der Konzernmutter Volkswagen. Porsche ist zwar Teil des VW-Konzerns, hat aber eine eigenständige Börsennotierung, die dem Unternehmen eine gewisse Unabhängigkeit in der Kommunikation gibt.
Dass Leiters die internen Planspiele aus Wolfsburg öffentlich zurückwies, ist ungewöhnlich. Porsche verteidigt damit seinen eigenen Kurs. Die Belegschaft in Zuffenhausen soll Sicherheit erhalten – zumindest was den Umfang des Stellenabbaus betrifft.
5.000 Stellen: Was das bedeutet
Der Abbau von 5.000 Arbeitsplätzen ist für ein Unternehmen wie Porsche erheblich. Das Unternehmen beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter weltweit. Der Stellenabbau soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, über natürliche Fluktuation und Abfindungsangebote.
Für Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort ist Porsche ein wichtiger Arbeitgeber. Zulieferer und Dienstleister im Umfeld des Unternehmens verfolgen die Entwicklung genau.
Fazit
Leiters hat mit seiner internen Botschaft Spekulationen vorerst gestoppt. Porsche hält am Stellenabbau von 5.000 Jobs fest und schließt weitere Einschnitte aus. Ob das Zukunftspaket ausreicht, um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen, werden die kommenden Quartalsergebnisse zeigen. Der Druck aus Wolfsburg bleibt. Die Antwort aus Stuttgart war diesmal eindeutig.
