Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Der Nordschwarzwald startet besser ins neue Ausbildungsjahr als der Rest des Landes. Die Industrie- und Handelskammer hat zum Ausbildungsstart Zahlen vorgelegt, die einen Zuwachs bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen belegen. Die Region liegt damit über dem Landesdurchschnitt in Baden-Württemberg.
IHK meldet Zuwachs gegen den Trend
In vielen Regionen Deutschlands stagniert die Zahl der Ausbildungsverträge oder geht zurück. Der Nordschwarzwald bildet hier eine Ausnahme. Die IHK hat zum Start des Ausbildungsjahres 2026 einen Zuwachs verzeichnet. Details zu den absoluten Zahlen will die Kammer in Kürze veröffentlichen.
Bundesweit kämpfen Betriebe um Nachwuchs. In Ostwestfalen starteten zuletzt rund 5.700 junge Menschen eine Ausbildung, gleichzeitig blieben dort über 1.000 Stellen unbesetzt. Im Nordschwarzwald sind rund 600 Ausbildungsplätze noch offen.
Fachkräftemangel bleibt das zentrale Problem
Der Zuwachs bei Vertragsabschlüssen löst das Grundproblem nicht. Viele Betriebe im Nordschwarzwald finden weiterhin keine geeigneten Bewerber. Die Lücke zwischen angebotenen Plätzen und besetzten Stellen ist groß.
Der Arbeitsmarkt in der Region sendet widersprüchliche Signale. Im August 2026 waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim insgesamt 17.283 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 4,2 Prozent mehr als im Juli. Im Jahresvergleich ging die Arbeitslosigkeit dagegen den dritten Monat in Folge leicht zurück.
Für Ausbildungsbetriebe bedeutet das: Sie müssen aktiver um Bewerber werben als früher.
Attraktivität der Ausbildung als Stellschraube
Ein Faktor, der Bewerber beeinflusst, ist die Vergütung. Bundesweite Daten zeigen, dass die Ausbildungsgehälter je nach Branche stark schwanken. Wer gut bezahlt, hat bessere Chancen, Bewerber zu gewinnen. Das gilt auch für die mittelständisch geprägte Wirtschaft im Nordschwarzwald.
Die Region ist bekannt für ihre industrielle Stärke. Unternehmen aus Maschinenbau, Metallverarbeitung und Technologie haben hier ihren Sitz. Diese Branchen zahlen traditionell solide Ausbildungsgehälter, was im Wettbewerb um Schulabgänger ein Vorteil ist.
Nordschwarzwald als Ausbildungsstandort
Die Wirtschaftsförderung und die IHK arbeiten daran, den Standort auch für junge Menschen attraktiver zu machen. Der aktuelle Zuwachs bei den Ausbildungsverträgen deutet darauf hin, dass diese Bemühungen Wirkung zeigen.
Rund 600 offene Ausbildungsplätze bleiben aber unbesetzt. Für Betriebe bedeutet jede unbesetzte Stelle einen künftigen Fachkräftemangel. Für Jugendliche sind freie Plätze eine konkrete Möglichkeit, die sie noch nutzen können.
Fazit
Der Nordschwarzwald entwickelt sich beim Thema Ausbildung besser als das Land insgesamt. Die rund 600 noch offenen Stellen zeigen aber, dass Betriebe und Institutionen weiter gefordert sind. Die Zahlen der IHK sind ein Zwischenstand, kein Schlusspunkt.
