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Mercedes-Benz trennt sich von einem Teil seines deutschen Händlernetzes. Der Stuttgarter Automobilhersteller verkauft sieben konzerneigene Autohäuser in Berlin und Brandenburg an die britische Firma Global Auto Holdings (GAHL). Die EU-Kommission hat den Deal genehmigt und sieht keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.
Sieben Standorte wechseln den Besitzer
Die Niederlassungen in der Hauptstadtregion gehörten bislang direkt zum Mercedes-Benz-Konzern. Mit dem Verkauf gibt der Hersteller die operative Verantwortung für diese Standorte ab. Käufer ist Global Auto Holdings (GAHL), ein britisches Unternehmen im Automobilhandel, das die sieben Häuser vollständig übernimmt.
Die EU-Kommission prüfte den Vorgang nach fusionskontrollrechtlichen Vorgaben. Ihr Ergebnis: Die Übernahme beeinträchtigt den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt nicht. Der rechtliche Weg für den Abschluss ist damit frei.
Rückzug aus dem Direktvertrieb
Mercedes-Benz hatte in den vergangenen Jahren eigene Niederlassungen in mehreren deutschen Städten betrieben. Dieser Direktvertrieb ist aufwendig und kapitalintensiv. Der Verkauf an unabhängige Händler ist ein Schritt, den mehrere Hersteller vollziehen.
Für Mercedes-Benz entlastet die Transaktion die eigene Bilanz. Der Konzern konzentriert sich stärker auf Produktion, Entwicklung und Markenführung. Den direkten Kundenkontakt über stationäre Häuser überlassen Hersteller zunehmend spezialisierten Handelsunternehmen.
Britischer Käufer mit europäischer Präsenz
Global Auto Holdings ist als Automobilhändler auf dem europäischen Markt tätig. Mit der Übernahme der sieben Mercedes-Standorte in Berlin und Brandenburg baut das Unternehmen seine Präsenz in Deutschland aus. Die Region gilt als starker Markt im Premium-Segment.
Für die Kunden an den betroffenen Standorten ändert sich zunächst wenig. Die Häuser führen weiterhin Mercedes-Fahrzeuge und betreuen Bestandskunden. Grundlage des Geschäfts bleibt der Händlervertrag mit dem Hersteller.
Mercedes im Konzernumbau
Der Verkauf fällt in eine Phase, in der Mercedes-Benz seinen Konzernumbau vorantreibt. Sinkende Absatzzahlen in wichtigen Märkten, hohe Investitionen in Elektromobilität und ein schwieriges Marktumfeld in China belasten das Ergebnis.
Kosten senken und Kapital freisetzen sind erklärte Ziele des Vorstands. Der Verkauf konzerneigener Händlerbetriebe passt in diese Logik. Es ist nicht der erste Schritt dieser Art: Mercedes hat bereits in anderen Regionen Niederlassungen an externe Händler abgegeben.
Regulatorische Hürde genommen
Die Genehmigung durch die EU-Kommission war eine notwendige Voraussetzung für den Abschluss. Brüssel prüft Fusionen und Übernahmen ab bestimmten Umsatzschwellen. Im vorliegenden Fall kamen die Prüfer zu dem Befund, dass der Deal die Wettbewerbsstruktur im deutschen Automobilhandel nicht in relevanter Weise verändert.
Der konkrete Abschlusstermin für die Transaktion wurde bislang nicht öffentlich kommuniziert.
Fazit
Mercedes-Benz verkauft sieben Niederlassungen in Berlin und Brandenburg an Global Auto Holdings. Die EU-Kommission hat keine wettbewerbsrechtlichen Einwände. Für den Konzern ist es ein weiterer Schritt, Kapital freizusetzen und sich aus dem Direktvertrieb zurückzuziehen. Ob weitere Standorte folgen, ist offen.
