Reibungsloser Übergang für 60.000 Lehrkräfte
Seit Sommer 2025 ist es offiziell: Der Digitale Arbeitsplatz für Lehrkräfte (DAP) wird nun auf Basis der Software openDesk umgesetzt. Für die knapp 60.000 Lehrkräfte, die den DAP bereits nutzen, verlief der Umstieg nahezu unmerklich. Grund dafür ist, dass openDesk dieselben Softwarekomponenten verwendet wie das Vorgänger-System dPhoenix. E-Mail-Adressen, Postfächer, Kalender, Aufgabenlisten und gespeicherte Dateien blieben vollständig erhalten – die Arbeit konnte ohne Unterbrechungen fortgesetzt werden.
Teil der Digitalen Bildungsplattform SCHULE@BW
Der Digitale Arbeitsplatz ist eingebettet in die Digitale Bildungsplattform SCHULE@BW, die landesweit digitale Werkzeuge für Unterricht, Organisation und Kommunikation bereitstellt. Ziel ist es, Schulen in Baden-Württemberg Schritt für Schritt fit für die digitale Zukunft zu machen. Mit dem Umstieg auf openDesk verfolgt das Kultusministerium konsequent die Linie, digitale Souveränität zu stärken und langfristige Unabhängigkeit von großen internationalen Anbietern sicherzustellen.
Zusammenarbeit vieler Partner
Umgesetzt wird das Projekt in enger Kooperation mit starken Partnern: Neben dem Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) sind unter anderem Dataport, govdigital, Univention, OpenXchange, Nextcloud und Collabora beteiligt. Diese Partner haben bereits mit der Einführung von dPhoenix seit 2024 wertvolle Vorarbeit geleistet. openDesk setzt diese Entwicklung nun fort und baut auf bewährte Strukturen auf, während gleichzeitig der Weg für Innovationen geebnet wird.
Schrittweise Einführung neuer Funktionen
Auch wenn der Übergang für Lehrkräfte bisher kaum sichtbare Veränderungen mit sich bringt, sind bereits neue Entwicklungen in Planung. openDesk soll schrittweise um zusätzliche Werkzeuge und Funktionen erweitert werden, die die Arbeit im schulischen Alltag noch effizienter machen. Die modular aufgebaute Plattform ermöglicht es, Dienste flexibel hinzuzufügen oder zu verbessern – ein Konzept, das bereits jetzt als Erfolgsmodell gilt.
Politik setzt auf digitale Unabhängigkeit
„Mit der Umsetzung des Digitalen Arbeitsplatzes für Lehrkräfte mit openDesk zeigen sich einmal mehr die Vorteile des modularen Ansatzes“, betont Sandra Boser, Staatssekretärin im Kultusministerium. Sie unterstreicht, dass die Einführung nicht nur technische Verbesserungen mit sich bringt, sondern auch ein klares Signal in Richtung digitale Souveränität ist: „Mit openDesk und ZenDiS gehen wir einen weiteren Schritt auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit.“
Unterstützung für Lehrkräfte bleibt zentral
Wichtiger Bestandteil des Projekts ist die umfassende Unterstützung der Lehrkräfte. Von der Einführung neuer Funktionen über Schulungen bis hin zur täglichen Nutzung – Lehrkräfte sollen auch weiterhin nicht allein gelassen werden. Institutionen wie das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL), das Institut für Bildungsanalyse (IBBW) sowie das Service Center Schulverwaltung (SCS) arbeiten eng zusammen, um Lehrkräfte praxisnah zu begleiten und so die digitale Transformation im Bildungsbereich nachhaltig zu sichern.
