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Der Ostfilderner Reiseführer-Verlag MairDumont gibt sein Logistikzentrum in Ulm auf. 42 Mitarbeitende verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Die Logistikaufgaben übernimmt künftig ein externer Dienstleister.
Kerngeschäft im Fokus, Logistik ausgelagert
MairDumont konzentriert sich auf sein Kerngeschäft: Reiseinhalte, Verlags- und Digitalprodukte. Lagerung und Versand gelten intern nicht mehr als strategische Aufgabe. Verlage, die Bücher und Reiseführer produzieren, setzen zunehmend auf externe Partner für die physische Distribution.
Der Logistikdienstleister Lila Logistik übernimmt die Aufgaben, die bisher am Ulmer Standort erledigt wurden. Lila Logistik ist ein spezialisierter Anbieter im Bereich Kontraktlogistik. Für die 42 betroffenen Mitarbeitenden in Ulm bedeutet die Kooperation den Verlust ihrer Stellen.
Strukturwandel trifft Verlagsbranche
Die Verlagsbranche steckt seit Jahren im Umbau. Digitale Reiseinformationen, Apps und Online-Portale verändern das Nutzungsverhalten. Gedruckte Reiseführer verlieren an Auflage. MairDumont hat darauf bereits mit digitalen Produkten und Plattformen reagiert.
Der Schritt in Ulm ist kein Einzelfall. Verlage in Deutschland überprüfen ihre Infrastruktur. Physische Logistikzentren gelten als kostenintensiv, Outsourcing verspricht Flexibilität und geringere Fixkosten. Für Standorte wie Ulm hat das direkte Folgen.
Ostfildern bleibt Unternehmenszentrale
Die Schließung des Ulmer Logistikzentrums berührt den Hauptsitz in Ostfildern bei Stuttgart nicht. Das Unternehmen gehört zu den bekanntesten deutschen Verlagen im Bereich Reise und Kartografie. Zu seinen Marken zählen unter anderem Marco Polo und Baedeker.
MairDumont beschäftigt am Ostfilderner Standort eine deutlich größere Belegschaft als in Ulm. Die strategischen und redaktionellen Funktionen bleiben dort gebündelt. Die Logistik wird künftig vollständig extern gesteuert.
Arbeitsmarkt in der Region unter Druck
Der Stellenabbau in Ulm reiht sich in mehrere ähnliche Meldungen aus der Region ein. Der Möbelhändler Möbel Borst in Ehingen entließ ebenfalls Mitarbeitende. Das Pharmaunternehmen R-Pharm Germany in Illertissen wird abgewickelt, 280 Stellen fallen dort weg.
Hohe Energiepreise, veränderte Nachfrage und der Rückgang im Printgeschäft betreffen viele Branchen. Mittelständische Betriebe in der Region reagieren mit Restrukturierungen.
Fazit
Für 42 Menschen in Ulm ist die Entscheidung einschneidend. In klassischen Infrastrukturbereichen wie der Logistik fallen Arbeitsplätze weg, wenn Verlage ihre Betriebsstrukturen verschlanken.
