Die Landesbausparkasse Süd hat ihre Führungsnachfolge frühzeitig geregelt. Hubertus Endres, 52 Jahre alt, wurde in den Vorstand berufen. Er soll voraussichtlich Anfang 2029 auf Stefan Siebert folgen. Siebert ist 64 Jahre alt und geht dann in den Ruhestand.
Planmäßiger Übergang an der Spitze
Der Wechsel ist auf etwa zweieinhalb Jahre angelegt. Das gibt Endres Zeit, sich in die Führungsstruktur der LBS Süd einzuarbeiten. Ein solch langer Vorlauf bei Vorstandsnachfolgen ist in der Finanzbranche nicht selbstverständlich. Er signalisiert Kontinuität gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Eigentümern.
Stefan Siebert bleibt bis zu seinem Abgang operativ verantwortlich. Zum 1. Oktober 2025 übernimmt er zusätzlich den Vorsitz der LBS-Bausparkassenkonferenz. Er folgt dort auf Jörg Münning von der LBS NordWest.
Größte Bausparkasse Deutschlands
Die LBS Süd ist die Bausparkasse der Sparkassen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz. Rund 2,6 Millionen Kundinnen und Kunden vertrauen dem Institut. Die Gesamtbausparsumme beläuft sich auf 164 Milliarden Euro. Damit ist die LBS Süd die größte Landesbausparkasse Deutschlands.
Das Unternehmen entstand durch zwei Fusionsschritte. Zunächst schlossen sich die LBS Baden-Württemberg und die LBS Rheinland-Pfalz zusammen. Daraus wurde die LBS Südwest. Rückwirkend zum 1. Januar 2023 fusionierte die LBS Südwest dann mit der LBS Bayern zur heutigen LBS Süd.
Kerngeschäft Bausparen und Baufinanzierung
Das Geschäftsmodell der LBS Süd basiert auf zwei Säulen: Bausparen und Baufinanzierung. Hinzu kommen weitere Dienstleistungen rund um die Immobilie. Die LBS-Gruppe insgesamt profitiert derzeit von einem sich stabilisierenden Wohnimmobilienmarkt. Der Marktanteil der Bausparkassengruppe gilt als gefestigt.
Für die LBS Süd kommt der Führungswechsel in einer Phase relativer Stabilität. Das erleichtert die Übergabe. Endres kann den Kurs unter laufendem Betrieb kennenlernen, bevor er die Verantwortung übernimmt.
Fazit
Die LBS Süd zeigt mit dieser Entscheidung, wie institutionelle Kontinuität funktioniert: frühzeitig planen, Übergaben transparent gestalten, Führungskräfte systematisch aufbauen. Für das größte Landesbauinstitut Deutschlands ist das kein Luxus, sondern Pflicht.
