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Regierungspräsidentin Susanne Bay hat einen Zuwendungsbescheid über 750.000 Euro unterzeichnet. Empfängerin ist die Gemeinde Abtsgmünd im Ostalbkreis. Die Mittel stammen aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Mit dem Geld soll die Turn- und Festhalle im Teilort Untergröningen modernisiert werden.
Sanierung einer Mehrzweckhalle
Die Turn- und Festhalle in Untergröningen ist ein Treffpunkt für Sportvereine und die örtliche Gemeinschaft. Nach der Modernisierung soll sie zeitgemäß für Sport und Freizeitaktivitäten genutzt werden können. Konkrete Details zum Bauvorhaben und zum Zeitplan hat die Gemeinde bislang nicht öffentlich kommuniziert.
Der Zuwendungsbescheid wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart ausgestellt. Susanne Bay betonte bei der Übergabe, das ELR stärke gezielt den ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Gemeinden wie Abtsgmünd könnten so strukturelle Defizite beheben und die Infrastruktur für die Bevölkerung verbessern.
Das ELR als Förderprogramm des Landes
Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ist ein Instrument der Landespolitik Baden-Württembergs. Es zielt auf die Lösung struktureller Probleme in Gemeinden außerhalb der Ballungsräume ab. Gefördert werden unter anderem die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Verbesserung der Lebensqualität vor Ort.
Das Programm richtet sich an Kommunen, die aufgrund ihrer Lage und Größe weniger Eigenkapital für Investitionen aufbringen können. Förderfähig sind unterschiedliche Projekte: Dorfentwicklung, Gewerbeansiedlungen und Gemeinschaftseinrichtungen wie Hallen und Begegnungszentren.
Ostalbkreis als ländliche Förderregion
Der Ostalbkreis gehört zu den Regionen in Baden-Württemberg, die regelmäßig ELR-Mittel abrufen. Abtsgmünd ist eine Flächengemeinde mit mehreren Teilorten, darunter Untergröningen. Die Gemeinde hat rund 8.000 Einwohner und liegt östlich von Schwäbisch Gmünd.
Für eine Gemeinde dieser Größe ist eine Förderung von 750.000 Euro ein erheblicher Betrag, der einen wesentlichen Teil der Gesamtinvestition abdecken dürfte. Die genaue Gesamtsumme des Sanierungsprojekts ist öffentlich nicht bekannt.
Infrastruktur als Standortfaktor
Gemeinschaftseinrichtungen wie Turn- und Festhallen sind mehr als Freizeitstätten. Sie binden Ehrenamtliche und Vereine und machen Orte attraktiv für Familien und Zuzügler, was sich auf die lokale Wirtschaft auswirkt.
Viele Unternehmen im ländlichen Raum Baden-Württembergs suchen Fachkräfte. Eine funktionierende soziale Infrastruktur kann dabei ein Argument im Standortwettbewerb sein. Kommunen, die in ihre Gemeinschaftseinrichtungen investieren, stärken damit auch ihre wirtschaftliche Basis.
Fazit
Das Land lenkt mit dem ELR gezielt Mittel in Gemeinden, die strukturelle Investitionen aus eigener Kraft kaum stemmen können. Die Modernisierung der Halle in Untergröningen ist ein konkretes Beispiel für diese Förderpolitik.
