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Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Siemens erhöhen den Druck auf Berlin. Gemeinsam mit Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie aus Bayern und Baden-Württemberg haben sie einen Brief an die Bundesregierung gerichtet. Darin fordern sie Reformen, die schnell und spürbar wirken.
Sozialabgaben auf historischem Höchststand
Der Kern der Kritik: Die Sozialversicherungsbeiträge liegen derzeit bei mehr als 42 Prozent. Das ist ein historischer Höchststand. Die Unterzeichner des Briefes bezeichnen diese Belastung als inakzeptabel und fordern, die Beitragsbelastung zu senken.
Für Unternehmen bedeuten hohe Sozialabgaben direkte Lohnzusatzkosten. Sie verteuern Arbeit und belasten die Wettbewerbsfähigkeit. Gerade in der exportorientierten Industrie Süddeutschlands schlägt das stark durch.
Die Unterzeichner kommen aus zwei der wirtschaftsstärksten Bundesländer. Baden-Württemberg und Bayern stehen gemeinsam für einen erheblichen Teil der deutschen Industrieproduktion. Ihr koordiniertes Auftreten verleiht dem Schreiben besonderes Gewicht.
Forderung nach konkreten Schritten
Die Unternehmen und Verbände verlangen keine vagen Versprechen. Sie fordern, Reformen schleunigst umzusetzen. Damit richten sie sich direkt an Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Regierung.
Im Mittelpunkt stehen die Lohnnebenkosten. Hohe Sozialabgaben machen den Standort Deutschland teurer als Konkurrenzstandorte in anderen Ländern. Das betrifft vor allem die Automobil- und Elektroindustrie, die international unter Druck steht.
Gleichzeitig warnen die Unterzeichner vor weiteren Belastungen. Neue Abgaben oder steigende Beiträge würden die Situation verschlechtern.
Südwestdeutsche Industrie als Treiber
Baden-Württemberg ist ein industrielles Schwergewicht. Automobilhersteller wie Mercedes-Benz und Porsche haben hier ihre Wurzeln, Zulieferer und Maschinenbauer prägen den Mittelstand im Land. Der Brief spiegelt die Stimmung in dieser Branche wider.
Die Metall- und Elektroindustrie ist der größte industrielle Arbeitgeber in Baden-Württemberg. Ihre Verbände gehören zu den Unterzeichnern des Briefes und geben der Forderung eine breite Basis.
Druck aus der Fläche
Neben den Konzernzentralen sprechen die Arbeitgeberverbände im Namen vieler mittelständischer Betriebe. Diese Unternehmen haben oft weniger Spielraum als Großkonzerne. Steigende Lohnnebenkosten treffen sie besonders hart.
Der Brief zeigt, dass die Unzufriedenheit weit in die Breite der Wirtschaft reicht. Es geht den Unterzeichnern nach eigenen Worten um den industriellen Kern des Landes, nicht allein um die großen Namen.
Berlin steht unter Zugzwang
Die Wirtschaft wartet nach eigenem Bekunden nicht länger auf Ankündigungen. Die Bundesregierung muss nun zeigen, ob sie handelt. Die Industrie hat ihre Erwartungen in dem Brief klar formuliert.
