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Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg stellt dem Digital Hub Neckar-Alb rund 500.000 Euro bereit. Die IHK Reutlingen startet damit die dritte Förderphase ihres Digitalisierungsprojekts. Die Laufzeit endet Ende März 2028.
Mittelstand soll Robotik erleben und anwenden
Der Digital Hub Neckar-Alb richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen der Region. Sie sollen neue Technologien kennenlernen und direkt für ihren Betrieb nutzbar machen. Die IHK Reutlingen übernimmt die Rolle des Organisators und Vermittlers.
Kernthema der dritten Phase ist der Einsatz humanoider Roboter in der Produktion. Die zentrale Frage lautet: Wie lassen sich diese Systeme konkret in Unternehmen integrieren? Viele Betriebe im Mittelstand stehen vor dieser Herausforderung, haben aber weder die Ressourcen noch das Fachwissen, um das alleine zu klären.
Neues Netzwerk verbindet Anwender, Anbieter und Wissenschaft
In der neuen Förderphase soll ein Netzwerk entstehen, das Anwender aus der Wirtschaft, Technologieanbieter und Fachleute aus Hochschulen zusammenbringt. Vorhandene Aktivitäten in Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen stärker vernetzt werden.
Der Erfahrungsaustausch steht dabei im Mittelpunkt. Unternehmen, die bereits erste Schritte mit Robotik oder KI gemacht haben, sollen ihr Wissen weitergeben. Andere Betriebe können davon profitieren, ohne eigene Fehler und Kosten in Kauf nehmen zu müssen.
Land investiert sechs Millionen Euro in zwölf Hubs
Der Digital Hub Neckar-Alb ist kein Einzelprojekt. Landesweit fördert Baden-Württemberg bis 2028 insgesamt zwölf regionale Digital Hubs mit einem Gesamtvolumen von rund sechs Millionen Euro. Jeder Hub setzt eigene inhaltliche Schwerpunkte, passend zur Wirtschaftsstruktur der jeweiligen Region.
Neckar-Alb ist eine klassische Industrieregion mit starkem Maschinenbau und produzierendem Gewerbe. Robotik und Automatisierung sind dort keine Zukunftsthemen, sondern bereits gelebte Praxis in vielen Betrieben. Der Hub greift diese Realität auf.
Konkrete Erprobung statt abstrakte Theorie
Der Ansatz des Digital Hubs unterscheidet sich von klassischen Beratungsangeboten. Unternehmen sollen Technologien selbst ausprobieren können. Das senkt die Hemmschwelle für kleinere Betriebe, die keine eigene IT-Abteilung oder Digitalisierungsstrategie haben.
Humanoide Roboter gelten als besonders anspruchsvolle Technologie. Sie bewegen sich in menschlichen Arbeitsumgebungen und übernehmen Aufgaben, die bisher nur Menschen erledigen konnten. Der praktische Einsatz in realen Produktionsumgebungen ist für viele Unternehmen noch Neuland.
Gezielte Förderung mit klarem Ziel
Die 500.000 Euro sind eine Investition in die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Ob kleine Betriebe den Schritt zu humanoiden Robotern schaffen, hängt davon ab, wie gut Netzwerk und Wissenstransfer in der Praxis funktionieren. Bis März 2028 wird sich das zeigen.
