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Die IHK Karlsruhe hat sich klar positioniert: Eine neue Anschlussstelle an der A5 im Bereich Malsch und Muggensturm soll kommen. Die Wirtschaftsorganisation unterstützt damit Forderungen, die Stadt und Landkreis Rastatt in einer Stellungnahme formuliert haben. Der Verkehrsknoten Rastatt-Nord steht im Mittelpunkt der Debatte.
Rastatt-Nord allein reicht nicht aus
Der bestehende Anschlusspunkt Rastatt-Nord an der A5 soll ausgebaut werden. Darin sind sich Politik und Wirtschaft einig. Die IHK Karlsruhe geht jedoch weiter und bringt einen zusätzlichen Autobahnanschluss bei Malsch und Muggensturm ins Gespräch. Dieser soll zur Entlastung des Raums Rastatt beitragen.
Stadt und Landkreis Rastatt haben in ihrer Stellungnahme ebenfalls gefordert, diesen Standort erneut zu prüfen. Die Idee ist nicht neu. Sie war bereits früher diskutiert worden, ohne konkretes Ergebnis.
Kreistag erhöht den Druck
Auch der Rastatter Kreistag drängt auf rasche Entscheidungen. Im Fokus steht der Verkehrsknoten B462 und die Anschlussstelle Rastatt-Nord. Der Kreistag blickt aber über diesen Punkt hinaus. Diskutiert werden auch die Kreisstraße K3728 zwischen Rastatt und Muggensturm, die Unterführung nach Rauental sowie ein Lückenschluss auf der B3 bei Kuppenheim.
Die Verkehrsinfrastruktur im Landkreis Rastatt hat an mehreren Stellen Handlungsbedarf. Der Druck aus Kommunalpolitik und Wirtschaft wächst.
Wirtschaft braucht verlässliche Anbindung
Für die ansässige Wirtschaft ist eine gute Autobahnanbindung ein zentraler Standortfaktor. Der Raum Rastatt, Malsch und Muggensturm liegt verkehrsgeografisch zwischen Karlsruhe und Baden-Baden. Die A5 ist die wichtigste Nord-Süd-Achse in der Region.
Eine zusätzliche Auffahrt bei Malsch könnte den bestehenden Anschluss Rastatt-Nord spürbar entlasten, was auch den lokalen Straßen zugutekäme. Die Muggensturmer Straße in Malsch ist bereits jetzt stark belastet. Aktuell läuft dort eine Fahrbahnerneuerung auf der L607, die bis Anfang November 2026 andauert.
Prüfung als nächster Schritt
Konkrete Planungen oder Beschlüsse gibt es noch nicht. Stadt und Landkreis Rastatt haben zunächst eine erneute Prüfung des Standorts Malsch und Muggensturm gefordert. Die IHK Karlsruhe unterstützt diesen Schritt. Ob und wann ein förmliches Verfahren eingeleitet wird, ist offen.
Die Entscheidung über Bundesautobahnen liegt nicht bei den Kommunen. Sie müssen den Bund überzeugen. Dazu braucht es Gutachten, Bedarfsnachweise und politischen Rückhalt auf Landes- und Bundesebene.
Breite Unterstützung, offene Fragen
Mit der IHK Karlsruhe haben sich neben Stadt, Landkreis und Kreistag weitere Akteure hinter die Forderung nach einer neuen A5-Anschlussstelle bei Malsch gestellt. Den Bedarf haben die Beteiligten damit klar benannt. Ob daraus konkrete Planungen werden, hängt von Bund und Land ab.
