Krebsrisiko im Kopf-Hals-Bereich steigt in Europa
Die Zahl der Krebserkrankungen im Kopf- und Halsbereich nimmt europaweit seit Jahren zu – ein alarmierender Trend, der Fachleute zunehmend beschäftigt. Tumoren in Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf oder Nase werden häufig erst spät entdeckt, weil sie im Frühstadium nur unspezifische Symptome wie Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder geschwollene Lymphknoten verursachen. Je früher sie erkannt werden, desto besser sind jedoch die Heilungschancen.
Europäische Kampagne „Make Sense“
Um mehr Menschen für diese Erkrankungen zu sensibilisieren, hat die Europäische Gesellschaft für Kopf-Hals-Tumore die Aufklärungskampagne „Make Sense“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, über Risikofaktoren aufzuklären, typische Warnzeichen bekannt zu machen und Betroffene frühzeitig in ärztliche Behandlung zu bringen.
Informations- und Screening-Tag in Freiburg
Im Rahmen der Kampagne lädt die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg am Mittwoch, den 17. September 2025, zu einem Informationstag ein. Von 9 bis 15 Uhr können Interessierte in der HNO-Ambulanz in der Killianstraße 5 kostenlos an einem Screening teilnehmen.
Kostenloser Gesundheitscheck ohne Anmeldung
Das Besondere: Die Untersuchung ist kostenfrei, dauert nur wenige Minuten und erfordert keine vorherige Anmeldung. Vor Ort beantworten Ärzt*innen alle Fragen der Teilnehmenden, erklären persönliche Risikofaktoren und informieren über mögliche Vorsorgemaßnahmen. Wer möchte, kann sofort einen kurzen Check der Mundhöhle, des Rachens und des Halses durchführen lassen – eine wichtige Chance, um unentdeckte Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Aufklärung als wichtiger Baustein der Prävention
Neben den Untersuchungen steht die Aufklärung im Mittelpunkt. Besucher*innen erfahren, welche Faktoren das Erkrankungsrisiko erhöhen, darunter Rauchen, hoher Alkoholkonsum oder eine Infektion mit bestimmten Humanen Papillomviren (HPV). Auch der Einfluss von Ernährung, Mundhygiene und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen wird thematisiert. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und Betroffene zu ermutigen, bei ersten Symptomen frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Heilungschancen durch Früherkennung deutlich verbessern
Fachärztinnen betonen, dass Kopf-Hals-Tumoren bei rechtzeitiger Diagnose oft gut behandelbar sind. Werden sie in einem frühen Stadium entdeckt, können Operationen oder Bestrahlungen oft schonend durchgeführt werden – teilweise sogar organerhaltend. Dadurch steigen nicht nur die Überlebenschancen, sondern auch die Lebensqualität der Patientinnen nach der Behandlung.
Einladung an alle Interessierten
Die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde richtet sich mit diesem Angebot nicht nur an Menschen mit konkreten Beschwerden, sondern ausdrücklich auch an die Allgemeinbevölkerung. Wer seine Gesundheit im Kopf- und Halsbereich überprüfen oder sich einfach informieren möchte, ist herzlich willkommen.
