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Daimler Truck hat weltweit mehr als 131.000 Lkw der Marke Mercedes-Benz zurückgerufen. Der Grund ist ein Sicherheitsproblem an Batteriekontakten, das im Extremfall zu einem Fahrzeugbrand führen kann. Betroffen sind sowohl Diesel- als auch Elektromodelle des Leinfelden-Echterdinger Konzerns.
Fehlerhafte Chipschaltung als Auslöser
Das Problem liegt in einer unzureichend installierten Chipschaltung. Sie kann dazu führen, dass Feuchtigkeit an die Batteriekontakte gelangt. Die Folge ist Korrosion, die Wärme erzeugt. In Einzelfällen kann daraus ein Brand entstehen.
Das Kraftfahrt-Bundesamt hat den Rückruf registriert. Betroffen sind unter anderem die Baureihen Actros und Arocs.
Auch Elektro-Lkw betroffen
Der Rückruf schließt ausdrücklich auch batterieelektrische Fahrzeuge ein. Konkret geht es um die Modelle eActros 300 und eActros 400. Betroffen sind Fahrzeuge mit AGM-Batterie, die bis Oktober 2025 gebaut wurden.
Der eActros 600 ist nicht Teil des Rückrufs. Dieses Modell verwendet eine andere Batterietechnologie und ist von dem Defekt nicht betroffen.
Erste Generation der E-Lkw betroffen
Der eActros 300 und der eActros 400 gehören zur ersten Generation der elektrischen Schwerlaster von Daimler Truck. Daimler Truck hat nach eigenen Angaben einen Prozess eingeleitet, um die betroffenen Fahrzeuge zu identifizieren und die fehlerhafte Chipschaltung zu ersetzen. Die Reparatur soll in autorisierten Werkstätten durchgeführt werden.
Globale Dimension des Rückrufs
Der Rückruf umfasst über 131.000 Fahrzeuge auf mehreren Kontinenten. Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg koordiniert die Maßnahme für den deutschen Markt. Halter betroffener Fahrzeuge werden vom Hersteller direkt kontaktiert.
Kein sofortiges Fahrverbot
Ein sofortiges Fahrverbot wurde nicht verhängt. Der Hersteller stuft das Risiko als potenzielle Gefahr ein, nicht als akute und unmittelbare Bedrohung. Halter werden aufgefordert, ihre Fahrzeuge zeitnah in die Werkstatt zu bringen.
Kosten trägt der Hersteller
Für Halter von Actros-, Arocs- und eActros-Modellen der ersten Generation empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit dem Händler zur Vereinbarung eines Reparaturtermins. Die Kosten für die Instandsetzung trägt der Hersteller.
