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Bosch baut seine Halbleiterfertigung in den USA massiv aus. Der Technologiekonzern aus Gerlingen bei Stuttgart erhält bis zu 225 Millionen US-Dollar Förderung vom US-Handelsministerium. Das Geld stammt aus dem amerikanischen Chip-Förderprogramm und fließt in die Umrüstung der Chipfabrik im kalifornischen Roseville.
Milliarden-Investition im Umfeld des Silicon Valley
Roseville liegt nordöstlich von Sacramento und ist die erste Chip-Fertigung von Bosch auf US-amerikanischem Boden. Derzeit arbeiten dort mehr als 300 Menschen. Insgesamt investiert Bosch bis zu zwei Milliarden Dollar in diesen Standort.
Der Fokus liegt auf Siliziumkarbid-Chips, kurz SiC-Chips. Diese Halbleiter gelten als Schlüsseltechnologie für Elektrofahrzeuge. Sie ermöglichen effizientere Antriebssysteme und längere Reichweiten. Die Automobilindustrie fragt diese Bauteile weltweit stark nach.
Trump-Regierung fördert deutschen Konzern
Die Förderung kommt aus dem sogenannten CHIPS and Science Act. Dieses Programm wurde unter Präsident Biden aufgelegt. Die Trump-Regierung setzt es fort. Ziel ist es, die Halbleiterfertigung in den USA zu stärken und die Abhängigkeit von asiatischen Produzenten zu verringern.
Für Bosch ist die staatliche Unterstützung ein klares Signal. Washington setzt auf den deutschen Konzern als verlässlichen Partner beim Aufbau einer US-amerikanischen Chip-Industrie. Das passt zur Strategie von Bosch, die eigene Halbleiterkompetenz auszubauen.
Sieben Milliarden Dollar bis 2031
Die Investitionen in Roseville sind nur ein Teil eines größeren Plans. Bis zum Jahr 2031 will Bosch insgesamt bis zu 7,5 Milliarden Dollar in seine US-Standorte investieren. Bosch ist in den USA bereits mit Werken für Automotive-Technik, Haushaltsgeräte und Industrietechnik vertreten. Der Ausbau der Chipfertigung ergänzt dieses Netzwerk.
Siliziumkarbid als Wachstumsmarkt
SiC-Chips sind teurer in der Herstellung als herkömmliche Siliziumchips. Doch ihre Vorteile sind erheblich: Sie halten höhere Temperaturen und Spannungen aus, was sie für Elektroautos, Ladestationen und industrielle Anwendungen geeignet macht.
Bosch ist einer der wenigen deutschen Konzerne, der diese Chips selbst fertigt. Wer die Chips selbst produziert, ist unabhängiger von externen Lieferketten. Die Corona-Pandemie mit ihren massiven Chip-Engpässen hat das gezeigt.
Standortvorteil für Gerlingen
Auch wenn die Investitionen in den USA stattfinden, profitiert der Heimatstandort in Gerlingen. Forschung und Entwicklung für die SiC-Technologie laufen weiterhin in Deutschland. Die Produktionskapazitäten in den USA ergänzen die bestehenden Werke in Europa.
Bosch betreibt bereits Halbleiterfertigung in Reutlingen, wo der Konzern in den vergangenen Jahren ebenfalls hohe Summen investiert hat. Das Werk in Roseville ist eine Erweiterung dieser globalen Strategie.
Fazit
Bosch investiert bis zu zwei Milliarden Dollar in einem einzigen Werk und plant bis 2031 insgesamt bis zu 7,5 Milliarden Dollar in US-Standorte. Die 225 Millionen Dollar Förderung aus Washington kommen dazu. Für den Standort Roseville und die mehr als 300 Beschäftigten bedeutet das Planungssicherheit auf Jahre hinaus.
