Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Freiburg, nicht Silicon Valley. Aus dem Schwarzwald heraus hat Black Forest Labs in kurzer Zeit die Weltspitze der Bildgenerierung erreicht. Gründer und CEO Robin Rombach sprach beim Käpsele Festival über den bisherigen Weg und die weiteren Pläne.
Vom Forschungslabor zur Milliardenbewertung
Black Forest Labs wurde vor rund eineinhalb Jahren gegründet. Seitdem gehört das Freiburger Unternehmen zu den am schnellsten wachsenden KI-Firmen Europas. Die Bewertung liegt bei rund 3,25 Milliarden US-Dollar, womit Black Forest Labs das wertvollste KI-Startup Deutschlands ist.
Rombach ist kein Quereinsteiger. Vor der Gründung war er Forschungsleiter bei Stability AI und an der Entwicklung von Stable Diffusion beteiligt. Dieses Modell löste 2022 gemeinsam mit ChatGPT den weltweiten KI-Boom aus. Rombach brachte dieses Wissen direkt in die neue Firma ein.
Die Wurzeln des Teams liegen in Baden-Württemberg. Rombach und mehrere seiner neun Mitgründer studierten zunächst in Heidelberg, später an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Visuelle KI als globaler Standard
Das Ziel: Standard für visuelle Intelligenz bis 2028
Mitgründer Andreas Blattmann formuliert die Ambition klar: Black Forest Labs soll bis 2028 der globale Standard für visuelle Intelligenz sein. Wer KI-generierte Bilder nutzt, soll auf Technologie aus Freiburg setzen.
Der Bildgenerator des Unternehmens gehört bereits zu den leistungsfähigsten der Welt. Das Modell wird unter anderem für die Plattform X eingesetzt. Diese Zusammenarbeit brachte dem Startup internationale Aufmerksamkeit, aber auch Kontroversen im Streit um KI-generierte Inhalte.
Unabhängigkeit von Kapitalmärkten als Prinzip
Die Gründer verfolgen bewusst einen eigenen Weg. Sie wollen kein Unternehmen aufbauen, das stark von Risikokapital abhängig ist, sondern langfristig wachsen. Das unterscheidet die Freiburger von vielen anderen KI-Startups.
Finanzierungsrunden hat das Unternehmen dennoch abgeschlossen. Im Jahr 2024 sicherte sich Black Forest Labs 300 Millionen US-Dollar. Die Investoren setzen darauf, dass Europa globale Tech-Champions hervorbringen kann.
Europas Antwort auf das Silicon Valley
Rombach sieht Europa in einer klaren Rolle: Talente vorhanden, Skalierung ausbaufähig. Amerikanische Unternehmen seien sehr gut darin, Produkte zu entwickeln und schnell zu wachsen. Europa müsse diesen Schritt noch stärker gehen.
Investor Daniel Dilger sieht im Aufstieg von Black Forest Labs einen Beleg dafür, dass Europa die Talente besitzt, um global führende Tech-Unternehmen aufzubauen. Freiburg ist in diesem Bild kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Forschung und Vernetzung.
Das Startup will ein Anziehungspunkt für Fachkräfte werden. Rombach beschreibt das Unternehmen als potenziellen Anlaufpunkt für internationale Talente, die in der visuellen KI forschen und entwickeln wollen.
Fazit
Black Forest Labs hat innerhalb kurzer Zeit ein weltweit beachtetes Unternehmen aufgebaut. Robin Rombach und sein Team wollen ihre Technologie nun als globalen Standard verankern. Ob das bis 2028 gelingt, ist offen.
