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Peter Leibinger ist einer der bekanntesten Industrievertreter Baden-Württembergs. Als Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie und Aufsichtsratsvorsitzender des Ditzinger Lasertechnikunternehmens Trumpf steht er für die Schnittmenge von Mittelstand und Spitzentechnologie. Beim Sindelfinger Gymnasium Unterrieden trat er nun als Gesprächspartner junger Menschen auf.
Schüler befragen den BDI-Chef
Die Veranstaltungsreihe trägt den Namen „Unterriedener Couchgespräche“. Das Format bringt Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft direkt mit Schülerinnen und Schülern zusammen. Die Jugendlichen stellten die Fragen, Leibinger antwortete.
Die Reihe ist in der Region etabliert. Bei früheren Ausgaben war unter anderem der Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit, Jochen Wegner, zu Gast. Damals verfolgten rund 400 Zuschauer das Gespräch im Bürgerhaus Maichingen.
Leibinger: Unternehmer und Verbandspräsident
Peter Leibinger ist kein klassischer Verbandsfunktionär. Er entstammt einer Unternehmerfamilie. Sein Vater Berthold Leibinger führte Trumpf über Jahrzehnte. Peter Leibinger selbst war lange als Technik- und Entwicklungschef bei dem Ditzinger Unternehmen tätig. Er verantwortete Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Service sowie den Aufbau neuer Geschäftsfelder.
Als BDI-Präsident vertritt er die Interessen der deutschen Industrie auf nationaler Ebene. Der BDI gehört zu den einflussreichsten Wirtschaftsverbänden des Landes. Leibinger hat sich dabei als sachlicher, dialogorientierter Vertreter positioniert.
Klare Worte zur Lage der Wirtschaft
Leibinger macht keinen Hehl aus seiner Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Er hat öffentlich erklärt, die Stimmung in der deutschen Wirtschaft sei so schlecht wie nie zuvor in seiner Erfahrung. Gegenüber der Politik äußerte er sich enttäuscht. Er sprach von einer regelrecht aggressiven Stimmung gegen die Bundesregierung in Teilen der Unternehmerschaft.
Gleichzeitig betont Leibinger seinen Anspruch als BDI-Chef: Er will den Dialog mit der Politik suchen. Konfrontation allein löse keine Probleme. Das ist eine Haltung, die ihn von lauteren Verbandsstimmen unterscheidet.
Dialog zwischen Wirtschaft und Jugend
Für die Jugendlichen am Gymnasium Unterrieden war der Besuch eine seltene Gelegenheit, einem der einflussreichsten Wirtschaftsvertreter Deutschlands direkt Fragen zu stellen. Welche Themen dabei im Mittelpunkt standen, wurde nicht mitgeteilt.
Hintergrund
Peter Leibinger bringt als BDI-Präsident den Hintergrund eines Ingenieurs und Unternehmers aus Baden-Württemberg mit. Neben seinen Auftritten in der Wirtschaftspolitik sucht er nach eigenen Angaben den direkten Austausch, zuletzt auch als Gesprächspartner von Schülerinnen und Schülern in Sindelfingen.
